wirkt.ai Helpdesk
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für die Direktbuchung — wirkt.ai Helpdesk
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese AGB gelten für alle Buchungen von Beratungssessions über die Direktbuchung des wirkt.ai Helpdesk unter helpdesk.wirkt.ai (nachfolgend „Plattform").
(2) Vertragspartner ist die wirkt.ai GmbH, Destouchesstr. 18, 80803 München.
(3) Die Direktbuchung steht sowohl Verbrauchern (§ 13 BGB) als auch Unternehmern (§ 14 BGB) offen. Soweit einzelne Regelungen nur für eine dieser Gruppen gelten, ist dies ausdrücklich gekennzeichnet.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(5) Für Buchungen über einen Firmenzugang (Tenant-Buchungsseite eines Unternehmenskunden) gelten diese AGB nicht; maßgeblich ist dort der Rahmenvertrag oder Einzelauftrag zwischen wirkt.ai und dem jeweiligen Unternehmen.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) wirkt.ai bietet Einzelberatungssessions zu KI-Tools und deren Anwendung (z.B. Claude, ChatGPT, Copilot, n8n, Notion AI, PowerAutomate) mit einer Dauer von 30, 60 oder 120 Minuten an. Die Sessions finden als Videokonferenz statt. Die Leistung von wirkt.ai umfasst neben der Durchführung der Beratung auch die verbindliche Reservierung des vereinbarten Zeitfensters sowie das Bereithalten des zugewiesenen Experten während dieses Zeitfensters.
(2) Die Sessions werden durch von wirkt.ai ausgewählte, qualifizierte Expertinnen und Experten durchgeführt. Die Experten sind Erfüllungsgehilfen von wirkt.ai; ein Vertragsverhältnis zwischen Kunde und Experte kommt nicht zustande.
(3) Bei der Buchung schlägt eine automatisierte Einschätzung (KI-Triage) eine Expertenstufe und Session-Dauer vor. Der Kunde kann diese vor der verbindlichen Buchung anpassen. Die Zuordnung eines konkreten Experten erfolgt durch wirkt.ai anhand von Fachgebiet, Sprache und Verfügbarkeit; ein Anspruch auf einen bestimmten Experten besteht nicht.
(4) Gegenstand der Leistung ist eine fachliche Beratung nach bestem Wissen. Ein bestimmter wirtschaftlicher oder technischer Erfolg wird nicht geschuldet (Dienstvertrag, §§ 611 ff. BGB).
(5) Die Beratung umfasst keine Rechts-, Steuer- oder sonstige Berufsberatung, die nach gesetzlichen Vorschriften besonderen Berufsträgern vorbehalten ist. Ebenfalls nicht geschuldet sind Umsetzungs- und Implementierungsleistungen; wirkt.ai berät zur Umsetzung, führt sie aber nicht für den Kunden durch.
(6) Sessions werden von wirkt.ai nur mit Einwilligung des Kunden aufgezeichnet. Aufzeichnungen durch den Kunden sind nur mit vorheriger Zustimmung des Experten zulässig.
(7) Für Ausgaben von KI-Systemen sowie für hierauf beruhende Ergebnisse übernimmt wirkt.ai keine Gewähr hinsichtlich Richtigkeit, Vollständigkeit und Eignung für einen bestimmten Zweck. Prüfung und Verwendung obliegen dem Kunden.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Sessions auf der Plattform stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
(2) Der Kunde durchläuft den Buchungsassistenten (Beschreibung des Anliegens, Tool- und Sprachauswahl, Auswahl von Expertenstufe und Dauer, Eingabe der Kontaktdaten). Vor Abschluss werden alle Buchungsdaten und der Gesamtpreis zusammengefasst angezeigt; Eingabefehler können bis dahin jederzeit korrigiert werden.
(3) Mit Klick auf den Button „zahlungspflichtig buchen" gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn wirkt.ai die Buchung per E-Mail bestätigt, spätestens jedoch mit Durchführung der Zahlung.
(4) Der Vertragstext wird von wirkt.ai gespeichert. Der Kunde erhält die Buchungsdaten und diese AGB per E-Mail. Vertragssprache ist Deutsch; die Session selbst kann nach Wahl des Kunden auf Deutsch oder Englisch stattfinden.
§ 4 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Plattform angezeigten Preise. Alle Preise sind Endpreise in Euro inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. Unternehmer erhalten eine Rechnung mit gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer.
(2) Der Preis richtet sich nach der gewählten Expertenstufe (KI-Coach, KI-Spezialist, KI-Architekt) und der Session-Dauer (30, 60 oder 120 Minuten).
(3) Die Zahlung erfolgt im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe mit den dort angebotenen Zahlungsmethoden. Die Zahlungsabwicklung erfolgt durch Stripe; es gelten ergänzend dessen Nutzungsbedingungen.
(4) Die Terminbuchung beim Experten wird erst nach erfolgreichem Zahlungseingang freigeschaltet.
(5) Erstattungen nach diesen AGB erfolgen auf das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel.
§ 5 Terminbuchung, Verschiebung und Stornierung
(1) Nach Zahlungseingang und Expertenzuweisung erhält der Kunde einen Link zur Terminbuchung im Kalender des Experten. Der Termin ist innerhalb von fünf Werktagen zu buchen; andernfalls kann wirkt.ai die Buchung nach vorheriger Erinnerung stornieren und den Preis erstatten.
(2) Der Kunde kann den gebuchten Termin bis 1 Stunde vor Terminbeginn kostenlos stornieren oder verschieben. Die Stornierung oder Verschiebung erfolgt über die Statusseite der Buchung oder die Links in den Termin-E-Mails. Eine kostenfreie Verschiebung ist einmalig möglich; ein weiterer Verschiebungswunsch gilt als Stornierung nach Absatz 3, der Kunde kann anschließend neu buchen.
(3) Bei fristgerechter Stornierung wird der volle Preis erstattet. Bei fristgerechter Verschiebung bleibt die Zahlung für den neuen Termin bestehen.
(4) Bei Stornierung weniger als 1 Stunde vor Terminbeginn wird der volle Preis fällig bzw. einbehalten; dem Kunden bleibt der Nachweis unbenommen, dass wirkt.ai kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher (§ 9) bleibt unberührt.
§ 6 Nichterscheinen (No-Show)
(1) Erscheint der Kunde nicht zum gebuchten Termin, ohne fristgerecht storniert oder verschoben zu haben, wird der volle Preis einbehalten. Der Experte wartet mindestens 10 Minuten ab Terminbeginn und steht während des gesamten vereinbarten Zeitfensters zur Verfügung. Die Reservierungs- und Bereithaltungsleistung nach § 2 Abs. 1 ist in diesem Fall mit Ablauf des vereinbarten Zeitfensters vollständig erbracht. Dem Kunden bleibt der Nachweis eines geringeren Schadens unbenommen. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher (§ 9) bleibt unberührt.
(2) Kann der Kunde den Termin aus Gründen nicht wahrnehmen, die er nicht zu vertreten hat (z.B. plötzliche Erkrankung), bemühen wir uns kulanterweise um einen Ersatztermin. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht.
§ 7 Leistungshindernisse auf Seiten von wirkt.ai
(1) Fällt der zugewiesene Experte aus (z.B. Krankheit, Absage), bemüht sich wirkt.ai unverzüglich um einen gleichwertigen Ersatzexperten oder einen Ersatztermin.
(2) Kommt innerhalb angemessener Frist kein Ersatz zustande oder ist der Ersatztermin für den Kunden unzumutbar, kann der Kunde von der Buchung zurücktreten; bereits gezahlte Beträge werden unverzüglich vollständig erstattet.
(3) Bei technischen Störungen der Videoverbindung, die eine Durchführung wesentlich beeinträchtigen und nicht aus der Sphäre des Kunden stammen, wird die Session kostenfrei nachgeholt.
§ 8 Ablehnung von Buchungen und Rücktritt durch wirkt.ai
(1) wirkt.ai kann eine Buchung ablehnen oder von einem geschlossenen Vertrag zurücktreten, wenn
a) trotz zumutbarer Bemühungen kein fachlich, sprachlich oder zeitlich geeigneter Experte für das Anliegen verfügbar ist;
b) das Anliegen erkennbar auf rechtswidrige Zwecke gerichtet ist oder seine Bearbeitung gegen gesetzliche Vorschriften, Rechte Dritter oder diese AGB verstoßen würde;
c) der Kunde sich gegenüber Experten oder Mitarbeitern von wirkt.ai beleidigend, bedrohend oder in sonstiger Weise grob unangemessen verhält;
d) der Kunde falsche Angaben zu buchungsrelevanten Umständen gemacht hat oder die Zahlung nicht wirksam erfolgt bzw. rückbelastet wird;
e) ein sonstiger wichtiger Grund vorliegt, der wirkt.ai die Durchführung unzumutbar macht.
(2) In den Fällen des Absatzes 1 lit. a) sowie immer dann, wenn der Kunde den Rücktrittsgrund nicht zu vertreten hat, werden bereits gezahlte Beträge unverzüglich vollständig erstattet. Weitergehende Ansprüche des Kunden bestehen in diesem Fall nicht, soweit wirkt.ai nicht nach § 13 haftet.
(3) Hat der Kunde den Rücktrittsgrund zu vertreten (Absatz 1 lit. b) bis e)), werden gezahlte Beträge abzüglich des Werts bereits erbrachter Leistungen erstattet; die Geltendmachung eines weitergehenden Schadens durch wirkt.ai bleibt vorbehalten. Zwingende verbraucherschützende Vorschriften bleiben unberührt.
(4) Der Rücktritt wird dem Kunden per E-Mail unter Angabe des Grundes erklärt.
§ 9 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht das gesetzliche Widerrufsrecht nach Maßgabe der unter helpdesk.wirkt.ai/widerruf abrufbaren Widerrufsbelehrung zu. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab Vertragsschluss.
(2) Wünscht der Verbraucher die Durchführung der Session vor Ablauf der Widerrufsfrist, verlangt er damit ausdrücklich, dass wirkt.ai mit der Leistung vor Fristablauf beginnt. Er bestätigt bei der Buchung seine Kenntnis, dass das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Leistung erlischt (§ 356 Abs. 4 BGB).
(3) Widerruft der Verbraucher, nachdem die Leistungserbringung auf sein Verlangen begonnen hat, aber vor vollständiger Erbringung, schuldet er Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung (§ 357a BGB).
(4) Das Widerrufsrecht gilt nicht für Unternehmer.
§ 10 Mitwirkungspflichten und Verantwortung des Kunden
(1) Der Kunde stellt sicher, dass er zum Termin über eine stabile Internetverbindung, ein geeignetes Endgerät mit Mikrofon (und idealerweise Kamera) sowie Zugang zum in der Termin-E-Mail genannten Videokonferenz-Tool verfügt.
(2) Der Kunde beschreibt sein Anliegen bei der Buchung wahrheitsgemäß und so konkret wie möglich, damit eine passende Experten-Zuordnung erfolgen kann.
(3) Soweit der Kunde in der Session eigene Inhalte, Daten oder Zugänge teilt, stellt er sicher, dass er hierzu berechtigt ist und keine Rechte Dritter oder Geheimhaltungspflichten verletzt werden. Die Übermittlung von besonders sensiblen Daten (z.B. Gesundheitsdaten, Geschäftsgeheimnisse Dritter) ist nicht erforderlich und soll unterbleiben.
(4) Der Kunde bleibt allein verantwortlich für die gesetzes- und vertragstreue Nutzung der von ihm eingesetzten KI-Tools. Dies umfasst insbesondere die Einhaltung der Lizenz- und Nutzungsbedingungen der jeweiligen Tool-Anbieter, datenschutzrechtlicher Vorschriften sowie — soweit der Kunde Tools im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses oder mit Zugängen seines Arbeitgebers nutzt — der arbeitsvertraglichen Pflichten und internen Richtlinien seines Arbeitgebers. Die Beratung durch wirkt.ai entbindet den Kunden nicht von der eigenen Prüfung, ob eine besprochene Nutzung oder Umsetzung in seinem konkreten Umfeld zulässig ist.
§ 11 Vertraulichkeit
wirkt.ai und die eingesetzten Experten behandeln die vom Kunden in der Session offengelegten Informationen vertraulich und nutzen sie ausschließlich zur Durchführung der Beratung. Gesetzliche Offenbarungspflichten bleiben unberührt.
§ 12 Rechte an Arbeitsergebnissen
(1) Erstellt der Experte im Rahmen der Session spezifisch für den Kunden Ergebnisse (z.B. Prompts, Konfigurationen, Ablaufbeschreibungen), räumt wirkt.ai dem Kunden hieran mit vollständiger Zahlung ein einfaches, zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränktes Nutzungsrecht ein.
(2) Hiervon ausgenommen sind vorbestehende Werkzeuge, Vorlagen, Methoden und allgemeines Fachwissen von wirkt.ai und der Experten. Soweit solche Bestandteile in Ergebnissen enthalten sind, erhält der Kunde hieran ein einfaches, zeitlich unbeschränktes, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur Verwendung im Zusammenhang mit dem jeweiligen Ergebnis.
(3) wirkt.ai und die Experten sind berechtigt, das bei der Leistungserbringung erlangte allgemeine Erfahrungswissen frei zu verwenden. § 11 bleibt unberührt.
(4) Der Kunde ist berechtigt, das in der Session erlangte Wissen und die vermittelten Fähigkeiten zeitlich und inhaltlich unbeschränkt frei zu verwenden.
§ 13 Haftung
(1) wirkt.ai haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet wirkt.ai nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), d.h. solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Übernahme einer Garantie bleibt unberührt.
(4) Die Beratung erfolgt auf Grundlage der vom Kunden bereitgestellten Informationen. Für Entscheidungen, die der Kunde auf Basis der Beratung trifft, insbesondere deren geschäftliche oder technische Umsetzung, trägt der Kunde die Verantwortung (siehe auch § 10 Abs. 4 und § 2 Abs. 7).
§ 14 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung unter helpdesk.wirkt.ai/datenschutz.
§ 15 Verbraucherstreitbeilegung
wirkt.ai ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des VSBG teilzunehmen.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch keine zwingenden verbraucherschützenden Vorschriften des Staates entzogen werden, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand München.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: v1.0 August 2026